Redaktion16.08.2026, 13:002 Min. Lesezeit

Hohes Venn um 13 Uhr: mehr als 3.000 Hektar verbrannt, Spa sperrt weitere Fagnes-Gebiete

Der Brand im Hohen Venn hat laut aktuellen Berichten mehr als 3.000 Hektar zerstört. Spa sperrt bislang verschonte Gebiete, das Rote Kreuz betreut Evakuierte in Malmedy, in Trier gingen über 1.000 Notrufe ein.

Ostbelgien Live Redaktion
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Der Waldbrand im Hohen Venn ist auch am Sonntagmittag nicht unter Kontrolle. Die Meldungen der letzten Stunde zeichnen ein ernstes Bild: Die verbrannte Fläche liegt inzwischen bei mehr als 3.000 Hektar, weitere Gebiete werden vorsorglich gesperrt, und die Einsatzkräfte arbeiten seit zwei Nächten am Limit.

Die Lage um 13 Uhr

Nach Angaben von HLN sind bereits mehr als 3.000 Hektar im Hohen Venn abgebrannt. Damit ist es der größte Vegetationsbrand, den die Region in ihrer neueren Geschichte erlebt hat. Mehrere Brandherde bleiben aktiv, die Rauchentwicklung ist weiträumig wahrnehmbar.

Neue Sperrungen rund um Spa

Die Gemeinde Spa hat laut L'Avenir den Zugang zu jenen Fagnes-Gebieten untersagt, die bislang vom Feuer verschont geblieben sind. Das Verbot gilt ab diesem Sonntag und soll verhindern, dass Spaziergänger oder Schaulustige in mögliche Ausbreitungszonen geraten.

Evakuierte werden in Malmedy betreut

Das Rote Kreuz nimmt in Malmedy weiter Evakuierte auf. „Wir bleiben, solange es nötig ist“, zitiert DHnet die Helfer vor Ort. Insgesamt wurden im Verlauf des Einsatzes rund 600 Menschen aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Einsatzkräfte am Limit

Marc Gilbert, Präsident des Feuerwehrverbandes, beschreibt die Situation gegenüber Sudinfo drastisch: „Wir stehen nicht mehr mit dem Rücken zur Wand, wir sind in der Wand.“ Ein Sudinfo-Kommentar ruft dazu auf, weiter zu mobilisieren statt aufzugeben. Premierminister Bart De Wever würdigte laut Le Soir „die bemerkenswerte Arbeit aller mobilisierten Teams“.

Auswirkungen bis nach Deutschland

Die Rauchfahne reicht weit über die Grenze: Bei der Feuerwehr in Trier gingen nach Angaben der Tagesschau mehr als 1.000 Notrufe ein, weil Menschen den Brandgeruch für ein Feuer in ihrer Nachbarschaft hielten. Parallel testen Wissenschaftler laut VRT ein neues Vorhersagemodell für Vegetationsbrände am Beispiel des Hohen Venn – erste Ergebnisse seien vielversprechend.

Was das für Anwohner bedeutet

  • Halten Sie sich strikt an Sperrungen und Anweisungen der Einsatzkräfte, auch in Gebieten, die noch nicht brennen.
  • Meiden Sie das gesamte Venn-Gebiet und die Zufahrtsstraßen, damit Löschfahrzeuge freie Bahn haben.
  • Fenster und Türen bei starkem Rauch geschlossen halten, empfindliche Personen sollten drinnen bleiben.
  • Notrufe nur bei tatsächlicher Gefahr – Brandgeruch allein ist derzeit kein Notfall.
  • Aktuelle Meldungen und die Feuerkarte finden Sie laufend aktualisiert auf der Startseite.

Quellen

Zur aktuellen Live-Lage