
Lage im Hohen Venn am Sonntagmorgen: 2.700 Hektar betroffen, Monschau bereitet Evakuierungen vor
Stand 7:45 Uhr: Der Großbrand im Hohen Venn brennt weiter, rund 2.700 Hektar sind betroffen. Auf deutscher Seite bereitet Monschau mögliche Evakuierungen vor, die Gastronomie am Mont Rigi und an der Baraque Michel bleibt geschlossen.
Stand: Sonntag, 16. August 2026, 7:45 Uhr (Ortszeit). Dieser Beitrag fasst die fünf jüngsten Meldungen aus unserem Presse-Liveticker zusammen. Verbindliche Anweisungen kommen ausschließlich von Gemeinden, Provinz, Polizei und Feuerwehr.
Der Kartenausschnitt von 7:42 Uhr zeigt einen nahezu geschlossenen Block aus Hitzepunkten von der Fagne de Polleur bis nördlich der Straße Beuleu. Auffällig ist der abgesetzte Bereich im Osten, in Richtung Rur und Rurstraße: ein Hinweis darauf, dass sich das Feuer nicht nur an einer Front bewegt. Die Route de la Baraque Michel verläuft direkt am südwestlichen Rand der erfassten Fläche.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Brand im Hohen Venn hält am Sonntag weiter an; Sudinfo begleitet die Lage in einem laufenden Live-Ticker.
- BRF und GrenzEcho melden rund 2.700 Hektar betroffene beziehungsweise zerstörte Fläche – die bislang höchste kommunizierte Zahl in diesem Einsatz.
- Der Brand rückt nach Angaben von tagesschau.de näher an die deutsch-belgische Grenze bei Monschau.
- Die Stadt Monschau trifft laut RP Online Vorbereitungen für mögliche Evakuierungen.
- Am Mont Rigi und an der Baraque Michel mussten Gastronomiebetriebe wegen Stornierungen an Mariä Himmelfahrt schließen.
Fläche: rund 2.700 Hektar
BRF Nachrichten (4:35 Uhr) und GrenzEcho (4:53 Uhr) beziffern die betroffene Fläche auf etwa 2.700 Hektar. Zum Vergleich: In den Meldungen vom Samstagabend war noch von rund 2.000 Hektar die Rede. Die Zahl ist damit im Verlauf der Nacht weiter gestiegen. Flächenangaben in laufenden Einsätzen sind Schätzungen und werden nachträglich korrigiert, sobald Luftbilder und Satellitenauswertungen vorliegen.
Grenzregion: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Auf deutscher Seite hat sich die Lage über Nacht verschärft. tagesschau.de berichtet um 5:08 Uhr, dass der Waldbrand in Belgien immer näher an die Grenzregion bei Monschau in Nordrhein-Westfalen rückt. RP Online meldet um 5:06 Uhr, dass die Stadt Monschau Vorbereitungen für mögliche Evakuierungen trifft. Wichtig: Vorbereitung ist keine angeordnete Evakuierung. Wer in der Grenzregion wohnt, sollte die offiziellen Kanäle der Stadt Monschau, der Kreisverwaltung sowie Warn-Apps im Blick behalten und Dokumente, Medikamente und Ladegeräte griffbereit halten.
Brand hält an – Löscharbeiten dauern an
Sudinfo begleitet den Einsatz seit dem frühen Morgen (5:13 Uhr) in einem Live-Ticker: Die Flammen wüten am Sonntag weiter. Nach den Angaben vom Vorabend rechnen die Einsatzkräfte damit, dass die Löscharbeiten noch mehrere Tage dauern. Grund ist die Beschaffenheit des Untergrunds: Im Hohen Venn brennt Torf, der im Boden weiterschwelt und nach dem Ablöschen der Oberfläche erneut aufflammen kann. Genau darum bleiben Brandwachen und Nachlöscharbeiten lange nötig, auch wenn von außen kaum noch Flammen sichtbar sind.

Was die Satellitendaten zeigen – und was nicht
Unsere Karte zeigt Hitzepunkte aus NASA FIRMS (VIIRS, rund 375 Meter Auflösung, und MODIS, rund 1 Kilometer) sowie Layer aus Copernicus EFFIS. Diese Systeme erfassen Wärmeanomalien, keine Flammen, und nur bei einem Überflug. Dichter Rauch verdeckt Signale, Torffeuer unter der Oberfläche werden oft überhaupt nicht erkannt. Ein Rückgang der Punkte auf der Karte bedeutet daher nicht automatisch, dass die Lage entspannt ist – und umgekehrt ist ein einzelner Punkt kein bestätigter Brandherd.
Folgen für Tourismus und Gastronomie
Sudinfo berichtet um 5:00 Uhr über die wirtschaftliche Seite: Betriebe am Mont Rigi und an der Baraque Michel mussten an Mariä Himmelfahrt schließen, weil Reservierungen in großer Zahl storniert wurden. Zitat aus dem Bericht in etwa: Wer wolle schon in der Asche spazieren gehen. Wander- und Naturwege im Hohen Venn sind in weiten Teilen gesperrt; geplante Ausflüge in die Region sollten kurzfristig geprüft werden.
Was du jetzt tun kannst
- Im Notfall 112 anrufen. Rauchentwicklung ohne akute Gefahr nicht über die Notrufnummer melden.
- Fenster und Türen geschlossen halten, wenn Rauch in bewohnten Gebieten zieht; Lüftungen und Klimaanlagen ausschalten.
- Das Brandgebiet und alle gesperrten Wege konsequent meiden – auch für Fotos oder Drohnenflüge. Drohnen behindern Löschflugzeuge und Hubschrauber.
- Anweisungen von Gemeinde, Polizei und Feuerwehr befolgen; sie haben Vorrang vor allen Angaben auf dieser Seite.
- Hilfe suchen oder anbieten: über unser vermitteltes Hilfeportal unter Hilfe oder über die Facebook-Hilfsgruppe der Region.
Nächste Aktualisierung
Der Liveticker auf der Startseite aktualisiert sich fortlaufend, im Minutentakt werden neue Meldungen und Satellitendaten eingelesen. Diesen Beitrag ordnen wir im Tagesverlauf mit einem neuen Lagestand ein. Hinweis zu den Bildern: Das erste Bild ist ein echter Kartenausschnitt der Satelliten-Hitzepunkte von 7:42 Uhr (NASA FIRMS). Die beiden weiteren Illustrationen sind KI-generierte Symbolbilder und zeigen keine dokumentierten Aufnahmen aus dem Brandgebiet. Pressefotos verlinken wir bewusst nur beim jeweiligen Medium.