
Burger für die Helden: Verpflegungsstation an der Schule in Robertville
An der Schule in Robertville versorgt ein Team Einsatzkräfte mit Burgern, Cola, Red Bull und Monster – direkt an der Straße, an der die Tankwagen zum Hohen Venn rollen.
Während im Hohen Venn Feuerwehr, Militär und Forstpersonal seit Tagen gegen den Torfbrand arbeiten, entsteht an der Schule in **Robertville** etwas, das auf keinem Einsatzplan steht: eine Verpflegungsstation für die Einsatzkräfte.
Ein Pappschild und ein Klapptisch
Die Botschaft ist so schlicht wie wirksam. Ein Karton, ein Filzstift, drei Zeilen: **Burgers. Coca. Red Bull.** Dazu Monster, kühl gestellt neben einem blauen Klappstuhl. Wer im Konvoi vorbeifährt – Tankwagen, Mannschaftstransporter, Servicefahrzeuge – wird herangewinkt und bekommt etwas zu essen und zu trinken in die Hand.
Es ist eine Szene, die den Ausnahmezustand dieser Tage in einem Bild zusammenfasst: eine Landstraße durch die Eifel, ein Tanklaster in Warnrot, im Hintergrund ein Bruchsteinhaus – und davor jemand, der einfach anfängt zu helfen.
Warum das mehr ist als eine schöne Geste
Einsätze bei einem Vegetations- und Torfbrand ziehen sich über Stunden. Die Kräfte arbeiten in Hitze, Rauch und schwerer Schutzausrüstung, oft weit weg von der nächsten Versorgungsmöglichkeit. Fahrer der Wasserpendel legen ununterbrochen Strecke zwischen Entnahmestelle und Brandabschnitt zurück. Flüssigkeit, Kalorien und ein kurzer Moment Pause sind in dieser Lage kein Luxus, sondern Teil der Einsatzfähigkeit.
Genau diese Lücke füllen private Verpflegungspunkte wie der in Robertville – schnell, unbürokratisch, direkt an der Route.
Wer dahintersteht
Organisiert und beworben wird die Aktion über die Facebook-Seite des Betriebs, die zum Teilen aufruft: „PARTAGEZ EN MASSE!!"
**[Zur Facebook-Seite des Betriebs](https://www.facebook.com/profile.php?id=100066651866901)**
Dort finden sich auch aktuelle Hinweise, wann und wo verpflegt wird und was gerade gebraucht wird.
Mitmachen – aber koordiniert
Hilfsbereitschaft ist in diesen Tagen kein Mangel. Damit sie ankommt, gilt: Einsatzstellen nicht eigenständig anfahren, Straßen und Zufahrten frei halten und Sachspenden nur dort abgeben, wo sie angefragt wurden.
- Angebote und Gesuche laufen über unser [Hilfeportal](/hilfe)
- Fachliche und materielle Ressourcen über die [Koordination](/koordination)
- Notruf 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 1733, Info-Nummer der Wallonischen Region 1771
Danke an alle, die gerade zwischen Klapptisch und Tanklaster stehen. Courage à tous.